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Warum guter Humor harte Arbeit ist

Wenn sie Loriot lesen, strecken sie die Arme gen Himmel. Um den Meister zu ehren. Für die Szenen einer Ehe, für die wunderbaren Filme, überhaupt für alles, was er geschaffen hat. Loriot ist ihr gemeinsamer Fixstern. Aber auch die beiden Akteure – namentlich Moritz Netenjakob und Christoph Maria Herbst – stehen auf der Skala des gepflegten Humors ganz weit oben. Das hat auch die wunderbare Lesung in Bad Salzuflen gezeigt, der ich – ein Geschenk meiner Frau – jetzt beiwohnen durfte.

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Die Spur aus Kohle

Ich finde es schön, dass meine Themen nicht immer von außen gesetzten Terminen folgen. Diesmal war es sogar genau andersherum. In unserer Redaktionskonferenz kam die Frage auf, was es mit dem Begriff „Schwarzer Hucken“ in Bölhorst auf sich hat. So heißt der örtliche Schützenverein, meinte ein Kollege. Die Antwort wusste niemand. Und mich ließ die Frage nicht los.

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Ein Mönch rettet die Götter

Es gibt dieses beliebte und auf vielen Märkten gelebte Bild des frühen Mittelalters: rauchende Scheiterhaufen, finstere Burgen und eine strenggläubige, rein christliche Welt. Doch wenn ich tief in die Geschichte eintauche, stoße ich immer wieder auf Brüche, die dieses Bild ins Wanken bringen. Das faszinierendste Beispiel dafür begleitet mich schon fast mein halbes Leben: die Merseburger Zaubersprüche.

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Popcorn-Mittelalter mit Wucht

Wenn ich an das literarische Mittelalter denke, schießt mir unweigerlich Umberto Ecos Der Name der Rose in den Kopf. Dort begegnet uns das Böse in Gestalt des blinden Gelehrten Jorge von Burgos: ein Fanatiker, dessen Verbrechen aus theologischen und philosophischen Überzeugungen erwachsen. Bei Eco wird gemordet, diskutiert und interpretiert. Die Bibliothek ist ein Labyrinth der Gedanken. Daniel Wolf verfolgt in Das Salz der Erde einen völlig anderen Ansatz. Hier wird nicht lange disputiert. Hier wird gehandelt, gekämpft und gelitten. Das Böse trägt keine philosophische Maske, sondern zeigt sich offen in Machtgier, Gewalt und Skrupellosigkeit. Und gerade darin liegt für mich die große Stärke dieses Romans.

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110 Millimeter Kindheit

Beim Durchblättern alter Fotoalben der Familie fiel es auf: Der kleine Oliver hatte auf fast jedem Bild eine Kamera dabei. Lässig in der Hand, sicher in einer kleinen Fototasche verstaut – samt Namenszug, man wollte das gute Stück ja nicht verlieren. Die Bilder, die ich damals mit der Porst Pocketpak EB geknipst habe, existieren auch ein halbes Jahrhundert später noch. Leicht verfärbt vom Zahn der Zeit, sicher keine Kunstwerke – aber Erinnerungen, die geblieben sind.

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