Hätte ich doch bloß keine Turnschuhe getragen. Gummistiefel wären besser gewesen. Der Weg zum „Objekt der Begierde“ führte über einen Feldrand – und vor ein paar Minuten hatte es noch geregnet. Egal. Ich wollte unbedingt zu den zugewucherten Gebäuden, die mitten in der Landschaft stehen. Relikte einer Bergbaugeschichte, die die Region über Jahrzehnte geprägt hat.

Schon länger hatte ich mir vorgenommen, genau diese Geschichte für einen Zeitungsartikel aufzuarbeiten. Die Reste der Erzgruben in Dützen – heute Potts Park – und, ein wenig über den Tellerrand hinaus, das Besucherbergwerk in Kleinenbremen sind bekannt. Doch mich interessierte auch die Kohleförderung. Und damit vor allem Minden-Meißen.
Tatsächlich gibt es dort einige bemerkenswerte Spuren – darunter auch diesen Ort, den ich eher zufällig entdeckt habe. Auf der Rückfahrt von einem Termin mit dem Ortsheimatpfleger fiel mir die Anlage ins Auge. Obwohl ich die Strecke gut kenne, waren mir die Gebäude, etwas abseits hinter einer Trafostation gelegen, nie aufgefallen.
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