Dampfschiffe, Dschungel, Despoten

Bücher zur Kolonialgeschichte faszinieren mich, da dieses Kapitel unserer Vergangenheit noch längst nicht ausreichend aufgearbeitet ist. Ein wunderbar kurzweiliger und historisch fundierter Zugang ist der Roman Eine Frage der Zeit von Alex Capus, der die kolonialen Machtspiele in Deutsch-Ostafrika beleuchtet. Besonders die teils überzeichneten Charaktere spiegeln die historische Absurdität des Geschehens perfekt wider.

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Das Grauen in hellster Zeit

Ich müsste schon meinen Kopf resetten, wenn ich diesen Wunsch erfüllt bekäme: Henning Mankells Mittsommermord gehört zu den Romanen, die ich gerne noch einmal „zum ersten Mal“ lesen würde. Dabei hilft mir nicht einmal die Zeit, denn im Buch selbst hatte ich damals ein Datum notiert: Das erste Mal war im August 2002 und das Leserlebnis so intensiv, dass ich mich noch heute – 24 Jahre später – an nahezu alles erinnere. Ich lese das Buch wie einen alten Bekannten. Aber auch das ist ein Genuss. Immerhin.

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Zeitlos im Bücherregal

Manche Romane führen ein ungelesenes Dasein im Bücherregal – manchmal über viele Jahre. Zuweilen ist die Zeit einfach noch nicht reif. Jetzt war sie es für Die Straße der Ölsardinen, immerhin das Werk eines Nobelpreisträgers. Ich habe John Steinbecks Text als historischen Roman gelesen, der er streng genommen nicht ist.

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