
Als junger Mensch habe ich mich oft gewundert, warum ältere Menschen ihre Geschichten so gern wiederholen. Heute nicke ich als „Belaberter“ freundlich mit dem Kopf – wohl wissend, dass auch diese Geschichte beim nächsten Treffen noch einmal erzählt wird.
Neulich fiel mir während der Arbeit ein passendes Beispiel ein – es betrifft mich selbst: Ich erklärte kurzerhand, dass ich bei Benzinpreiserhöhungen gar nicht mitmache, weil ich ohnehin immer nur für 50 Euro tanke. Meine deutlich jüngeren Kollegen schenkten mir ein gnädiges Lächeln – offenbar hatten sie die Geschichte schon einmal gehört. Wahrscheinlich sogar von mir.
Dabei sehe ich mich noch genau an der Tanke in Hollwiesen: 1983, Mofa, fünf Mark für Gemisch – 1:50 ging, 1:25 auch, die Zündapp lief immer.
Heute weiß ich: Die Geschichte ist nicht wirklich lustig. Aber wahrscheinlich werde ich sie irgendwann wieder erzählen – schließlich ärgern wir uns alle noch länger über Spritpreise. Und ich kenne nur wenige Argumente, die irgendwann mal für die Richtung nach oben sprechen: die Anschaffung eines E-Autos.
Außerdem bleibt die Erkenntnis: Ich werde auch nicht jünger.












