Pentax ME Super – klein, elegant und bis heute eine große Kamera

Dass die Kamera aus den Achtzigerjahren stammt, erkennt man erst auf den zweiten Blick. Sie ist ausgesprochen handlich, fast klein im Gegensatz etwa zu den wuchtigen Praktica-Modellen dieser Epoche. Wo andere Kameras der damaligen Zeit schwer in der Hand liegen und fast schon mechanische Kompromisslosigkeit ausstrahlen, wirkt die Pentax ME Super wie ein leises Versprechen: Fotografie ohne Ballast, reduziert auf das Wesentliche, verpackt in zeitlose Eleganz.

Um zu verstehen, warum die ME Super so kompakt gebaut ist, muss man einen Blick auf die späten 1970er-Jahre werfen. Bis dahin waren Spiegelreflexkameras (SLRs) oft klobige, schwere Arbeitsgeräte – man denke nur an die legendäre, aber massive Pentax K1000. Doch der Markt verlangte nach Leichtigkeit.

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Warum es schade ist, Goethe nicht zu lesen

Keine Schande sei es, Goethe nicht zu lesen – so stellt Gustav Seibt gleich zu Beginn seines neuen Buches Ein Sommer mit Goethe beruhigend klar. Aber, und da pflichte ich ihm aus vollem Herzen bei: Es ist schlicht schade.

Diesen „Sommerkurs“ – Seibts Klappentext spricht treffend von einer Einführung in den Goetheschen Kosmos – habe ich tatsächlich mitten im Sommer absolviert. Nach akademischem Pflichtprogramm fühlte sich die Lektüre allerdings zu keiner Zeit an. Nach fast 40 Jahren Auseinandersetzung mit dem alten Geheimrat – mal intensiver, mal aus der Distanz – darf ich mich durchaus zu jenen zählen, die sein Werk gut kennen. Die Leiden des jungen Werther gehören seit Langem zu meinen Lebensbüchern. Auch durch zahlreiche Biografien habe ich mich gearbeitet – von Heinrich Dörings früher Darstellung aus dem Jahr 1853 bis zu Rüdiger Safranskis Goethe. Kunstwerk des Lebens.

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110 Millimeter Kindheit: Die kleine Kamera mit meinem Namen

Beim Durchblättern alter Fotoalben der Familie fiel es auf: Der kleine Oliver hatte auf fast jedem Bild eine Kamera dabei. Lässig in der Hand, sicher in einer kleinen Fototasche verstaut – samt Namenszug, man wollte das gute Stück ja nicht verlieren. Die Bilder, die ich damals mit der Porst Pocketpak EB geknipst habe, existieren auch ein halbes Jahrhundert später noch. Leicht verfärbt vom Zahn der Zeit, sicher keine Kunstwerke – aber Erinnerungen, die geblieben sind.

Und jetzt das Beste: Die Kamera habe ich noch.

Wer dieses Glück nicht hat, heute aber mit der Pocketpak fotografieren möchte, findet sie für wenig Geld auf den einschlägigen Gebraucht-Portalen. Die kleinen Kameras von Porst sind eine günstige Einstiegsdroge in die 110er-Fotografie. Während Kameras wie die Pentax Auto 110 oder die Rollei A110 teuer gehandelt werden, bekommt man die Porst-Modelle oft für ein paar Euro – übrigens auch auf Flohmärkten. Und Filme sind auch wieder zu haben: Der Dank an die Firma Lomography geht raus. Vielleicht schlummert auf irgendwelchen Dachböden oder in Kellern noch die eine oder andere Pocketpak-Kamera. Schaut mal nach!

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Alte Kameras und der unfassbare Wert des Wartens

Smartphone in Position gebracht, fotografiert, kurz kontrolliert – und vergessen. Dauerhaft bleibt da oft nichts. Tiefe auch nicht. Natürlich könnte ich genauso fotografieren wie alle anderen. Kontrolliert ja keiner. Und trotzdem zieht es mich immer wieder zurück zu meiner alten Kamera und zum Film.

Die Antwort darauf habe ich irgendwann beim Modellbau gefunden. Wer schon einmal ein Miniaturflugzeug gebaut hat, weiß: Man bastelt nicht nur für das fertige Modell im Regal. Der eigentliche Wert liegt im Weg dorthin. Jedes winzige Bauteil, das entgratet, geklebt und lackiert wird, verändert den Blick auf das fertige Werk. Es entsteht eine Beziehung zu dem, was man am Ende in den Händen hält. Genauso empfinde ich inzwischen wieder das Fotografieren auf Film.

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Wenn gute Gitarren plötzlich günstiger werden

Ich bin kein Musik-Influencer, kein Endorser und ganz bestimmt kein Marketing-Experte. Aber es gibt Instrumente, die mich über viele Jahre begleiten – und die Gitarren von Walden gehören eindeutig dazu. Seit knapp 15 Jahren verfolge ich die Entwicklung der Marke und finde spannend, was aktuell auf dem Markt passiert: Viele Walden-Modelle gibt es gerade zu ungewöhnlich niedrigen Preisen. Da lohnt es sich durchaus, mal etwas tiefer ins Thema einzusteigen.

Wer sich mit Walden beschäftigt, stößt schnell auf Jonathan Lee. In Social Media ist der Walden-Gründer gerade sehr präsent – sympathisch, unaufgeregt und mit ehrlicher Leidenschaft für Instrumente. Lee ist gelernter Geigenbauer und selbst ein hervorragender Gitarrist. Gemeinsam mit dem Gitarrenbauer Charles Fox (CFox Guitars, San Francisco) und dem taiwanischen Hersteller KHS Musical Instruments gründete er Walden 1996.

Der Name ist kein Zufall: „Walden“ verweist auf das berühmte Buch des Philosophen Henry David Thoreau – eine Anspielung auf Natürlichkeit, Entschleunigung und den Gedanken, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Für Lee offenbar Eigenschaften, die auch zur Philosophie der Instrumente passen.

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