Vielleicht war es das Licht

Du stehst am Meer und schließt die Augen. Du spürst alles und hältst einen Moment inne. Und dann öffnest du doch den Blick. Du schaust hoch – und siehst dieses Licht. Das Licht und, wenn du den Blick senkst, das Meer. Und die Bäume, diese seltsam vom Wind geformten Bäume.

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Auch Virtuelles kann alt sein

Neuerdings zieht es mich immer öfter zurück in alte virtuelle Welten. Möglicherweise ist das meine schon seit Jahren mit großer Freude in die Wirklichkeit umgesetzte Leidenschaft für Analoges. Dabei gibt es tatsächlich Mitmenschen, die mich belächeln, weil ich hin und wieder einen tragbaren Kassettenrekorder trage. Und ich frage jetzt nicht in der Arroganz der Wissenden: Was soll ich denn sonst damit machen? Ich habe ja auch noch Kassetten. Die herrlichen Violinkonzerte von Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Bruch etwa, aufgespielt von Yong Uck Kim und den Bamberger Symphonikern. I Like!

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Die Odyssee ist fürs Kino gemacht

Mehr Wucht geht nicht! Ich war völlig geflasht: The Odyssey von Christopher Nolan stand auf dem Plan – erlebt allumfassend in „iSense“, im Sound, der wohl nur vor der großen Leinwand möglich ist und sich (das ist der erste Grund) deutlich vom üblichen TV-Erlebnis auf dem Sofa zu Hause abhebt. Das „Sofa“ im UCI-Kino in Bad Oeynhausen schien direkt mit dem Soundsystem verbunden zu sein; der Zyklop könnte genauso gut direkt hinter einem stehen. Überhaupt donnert der Götterhall. Alles sehr laut – wie meine Frau meinte, die sich zeitweise Taschentücher in die Ohren stopfte.

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Es reist sich leichter mit weniger Gepäck

Ich habe gerade entdeckt, dass ich 2003 meinen ersten Blogaccount eingerichtet hatte. Damals noch bei blogger.com. Ich weiß es noch: Mir gefiel die Leichtigkeit, mit der ich die Seite aufbauen und pflegen konnte, wobei ich den Begriff Usability noch gar nicht kannte. Ich habe den Blog dann ein paar Monate (viel länger nicht!) betrieben, bin nach kreativen Pausen zu WordPress weitergewandert. Dort habe ich über Literatur gebloggt, hatte auch die eine oder andere Musikseite unter oll-unplugged.de. All das allerdings nie wirklich auf Dauer. Meist kam mir das analoge Leben dazwischen, was aber eigentlich auch gut war (und ist!).

Dass sich unter den bald angemeldeten Domains jede Menge Müll angesammelt hat, räume ich gerne ein, einst teuer bezahlte Adressen habe ich längst ins Nirwana geschossen. Dabei auch ein geplantes Stadtmagazin für Bielefeld, das bestimmt durch die Decke gegangen wäre.

Und jetzt? Ich habe die meisten Texte auf die Festplatte verbannt und blogge ab sofort etwas – ich sage mal – minimalistischer. Meine Themen bleiben Musik, Bücher, Fotos, Film. Das alles. Und alles (da schließt sich ein Kreis) gern analog. Hope you like it.