Die Spaltung der Welt?

Ist Anselmus wirklich glücklich auf seinem Rittergut in Atlantis? Ist er erlöst in jenem Zauberreich, in dem er nun mit der Schlange Serpentina lebt? Im klassischen Volksmärchen stünde die Antwort außer Frage: Das Paar lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage. Das romantische Kunstmärchen jedoch – als Märchen aus der neuen Zeit – bricht mit dieser Eindeutigkeit. Es verweigert die einfache Harmonie und lässt mindestens zwei, wenn nicht noch mehr Deutungsszenarien zu.

Die Spaltung der Welt? weiterlesen

Das Ende der Idylle

Und wieder funktioniert es. Henning Mankell packt seine Leserschaft sofort. Immer in den ersten Szenen. Auch in Die falsche Fährte: Es ist ein schwüler Sommertag, die Ernte steht kurz bevor, und mitten in einem Rapsfeld harrt ein junges Mädchen aus. Sie wartet nicht, sie flieht nicht – sie übergießt sich mit Benzin und verbrennt vor den Augen des entsetzten Kommissars. Diese Eröffnung besitzt eine so schreckliche, bildhafte Kraft, dass man sie beim Lesen kaum erträgt. Für Kurt Wallander ist dieses Trauma der Auftakt zu einem Sommer, der ihn an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit führen wird. Denn das Mädchen im Rapsfeld war nur der Anfang.

Das Ende der Idylle weiterlesen