Das Ende der Idylle

Henning Mankell packt sofort. Immer in den ersten Szenen, immer ein Geschenk für Filmemacher. So auch in Die falsche Fährte. Es ist ein schwüler Sommertag, die Ernte steht kurz bevor, und mitten in einem Rapsfeld harrt ein junges Mädchen aus. Sie wartet nicht, sie flieht nicht – sie übergießt sich mit Benzin und verbrennt vor den Augen des entsetzten Kommissars. Diese Szene besitzt eine so schreckliche visuelle Kraft, dass sie sich tief in das cineastische Kollektivgedächtnis eingebrannt hat. Für Kurt Wallander ist dieses Trauma der Auftakt zu einem Sommer, der ihn an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit führen wird. Denn das Mädchen im Rapsfeld war nur der Anfang.

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