Und wieder funktioniert es. Henning Mankell packt seine Leserschaft sofort. Immer in den ersten Szenen. Auch in Die falsche Fährte: Es ist ein schwüler Sommertag, die Ernte steht kurz bevor, und mitten in einem Rapsfeld harrt ein junges Mädchen aus. Sie wartet nicht, sie flieht nicht – sie übergießt sich mit Benzin und verbrennt vor den Augen des entsetzten Kommissars. Diese Eröffnung besitzt eine so schreckliche, bildhafte Kraft, dass man sie beim Lesen kaum erträgt. Für Kurt Wallander ist dieses Trauma der Auftakt zu einem Sommer, der ihn an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit führen wird. Denn das Mädchen im Rapsfeld war nur der Anfang.
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