Frühstück im Grauen

Das Böse kommt nicht immer mit Stiefeln daher. Manchmal trägt es Einladungstitel wie: „Besprechung mit anschließendem Frühstück“. Was so beginnt, endet am 20. Januar 1942 in der Wannsee-Konferenz – und markiert den Moment, in dem ein Massenmord nicht mehr nur geschieht, sondern organisiert, abgestimmt, verwaltet wird. Der Historiker Peter Longerich beschreibt in Wannseekonferenz. Der Weg zur „Endlösung“ nicht nur die Hintergründe dieses Treffens, sondern legt eine beklemmende Erkenntnis frei: Die Sprache der Täter klingt harmlos – und genau darin liegt ihre Funktion.

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Die Zukunft liegt hinter uns

Auf der Suche nach trashiger Unterhaltung landete ich wieder einmal in der Vergangenheit. Oder in der gedachten Zukunft. Denn diese Zukunft liegt mittlerweile auch schon hinter uns, was in der Verfilmung Die Zeitmaschine von H. G. Wells ziemlich deutlich wird. Auf jeden Fall musste ich nach dem Film von George Pal aus dem Jahr 1960 noch einmal zum Buch greifen.

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Der Ursprung eines Phänomens

Ich war beim Blick auf mein Bücherregal neugierig geworden: Funktioniert dieser Krimi auch nach über 30 Jahren noch? Kann ich mich erneut in Wallander vertiefen und in die Welt rund um Ystad abtauchen? Die Antwort lautet dreimal: Ja. Henning Mankell funktioniert immer noch – heute vielleicht sogar noch ein bisschen besser als „historischer“ Krimi; als eine Geschichte aus einer Zeit ohne Smartphone und modernste Forensik.

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Die Geburtsstunde eines Afrika-Reisenden

Es gab einen Mankell vor Wallander und lange vor den großen Afrika-Epen, die wir heute kennen. Der Sandmaler ist ein echtes Frühwerk. Wer Henning Mankells Werk liebt, erkennt das sofort – nicht etwa, weil der Roman schwach wäre, sondern weil er eine ganz eigene, fast noch ungeschliffene Energie besitzt. Mankell war gerade 24 Jahre alt, als er das erste Mal afrikanischen Boden betrat. Nach seiner Rückkehr schrieb er diesen Roman, der 1974 in Schweden erschien und erst Jahrzehnte später den Weg zu uns fand.

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Der Name der Rose – das Buch meines Lebens

Ich sehe mich im Sommer auf einer Liege im Garten. In den Händen halte ich ein Buch – für mich das Buch, wie sich bald herausstellen sollte: Der Name der Rose von Umberto Eco. Es muss irgendwann um 1990 gewesen sein, in den Monaten zwischen Bundeswehr und Studium. Das Leben insgesamt war erstaunlich schön, aber doch ziemlich kompliziert, was in dieser Phase wohl völlig normal ist.

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