Wer hier ab und zu mitliest, weiß vielleicht, dass ich eine Schwäche für antiquarische Bücher habe. In diesem Beitrag geht es um einen Bildband, der heute meist nur noch in Antiquariaten erhältlich ist: Das Buch der Jahreszeiten, herausgegeben 1927 von Herbert Dubler. Ein Werk, das eindrucksvoll zeigt, wie sich unsere Wahrnehmung von Fotografie und Bildkunst im Lauf der Jahrzehnte verändert hat.
Ein Gegenentwurf zur Bilderflut weiterlesenAutor: Oliver
Böll und der Glücksfall
Kann man einem Autor nach seinem Tod noch Neues entlocken? Ja, zumindest wenn es Heinrich Böll betrifft. 1985 gestorben, veröffentlicht die Familie nun seine Kriegstagebücher aus den Jahren 1943 bis 1945 – in einer Form, die bislang unveröffentlicht war. Der Band Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind (Kiepenheuer & Witsch, 2017) ist eine seltene Gelegenheit, den jungen Böll hautnah zu erleben.
Böll und der Glücksfall weiterlesenWo das Unausgesprochene regiert
Interessant wird ein Leben ja erst dann, wenn es die gerade Bahn verlässt – und die erwarteten Muster. Oder, wie es Eva Schmidt in Die untalentierte Lügnerin erzählt, gar nicht erst in diese Muster passen will. Dass daraus Konflikte entstehen, ist logisch. Nicht nur mit sich selbst, sondern vor allem mit der Mutter und ihren durchaus überkommenen, verlogenen Wertvorstellungen.
Wo das Unausgesprochene regiert weiterlesenPompeji als zeitlose Mahnung
Wie nur wenige andere Autoren versteht es Robert Harris, historische Fakten meisterhaft mit Fiktion zu verknüpfen. In seinem Bestseller Vaterland tat er das so konsequent, dass man ihm die beklemmende Dystopie – ein fortbestehendes NS-Regime in den Fünfzigern – von der ersten Seite an abnahm. Was zunächst hanebüchen klingen mag, funktioniert innerhalb der Geschichte perfekt. Bei Pompeji ist es genau das Gleiche.
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