Henning Mankell hat zwei Szenen geschrieben, die sich fest in meinem Gedächtnis eingebrannt haben. Ich kann das Kopfkino auch über 30 Jahre nach der ersten Lektüre jederzeit starten. Beide Szenen stammen aus Die weiße Löwin, für mich der vielleicht beste Roman der Reihe.
Wenn Weltpolitik im Vorgarten landet weiterlesenSchlagwort: Kolonialismus
Größe, Flucht und Schuld
Es kann gut sein, dass ich schon einmal über Herbert gelesen habe. Vielleicht 2008, in einem Spiegel-Artikel über eine „Harakiri-Expedition“ in die Antarktis. Ein Thema, das mich ohnehin interessiert – spätestens befeuert durch Christoph Ransmayrs Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Auch zu Herbert gibt es zahlreiche Artikel. Zu jenem Herbert also, der im wirklichen Leben Herbert Schröder-Stranz hieß und seit 1912 als verschollen gilt. Jetzt setzt ihm Bernhard Schlink eine Art literarisches Denkmal – im Roman Olga, der mir, ungekürzt und ausdrucksstark gelesen von Burkhart Klaußner, sehr gut gefallen hat.
Größe, Flucht und Schuld weiterlesenDie Geburtsstunde eines Afrika-Reisenden
Es gab einen Mankell vor Wallander und lange vor den großen Afrika-Epen, die wir heute kennen. Der Sandmaler ist ein echtes Frühwerk. Wer Henning Mankells Werk liebt, erkennt das sofort – nicht etwa, weil der Roman schwach wäre, sondern weil er eine ganz eigene, fast noch ungeschliffene Energie besitzt. Mankell war gerade 24 Jahre alt, als er das erste Mal afrikanischen Boden betrat. Nach seiner Rückkehr schrieb er diesen Roman, der 1974 in Schweden erschien und erst Jahrzehnte später den Weg zu uns fand.
Die Geburtsstunde eines Afrika-Reisenden weiterlesen