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Ein Blick hinter die Mythen

Die Germanen interessieren mich quasi seit Urzeiten. Als ganz junger Mensch habe ich selbstverständlich den fast schon legendären Was ist was-Band von Hans Reichhardt verschlungen. Irgendwie war mir das mit vielen Zeichnungen bebilderte Buch später abhandengekommen, mir fiel es vor kurzem wieder in die Hände. Nach der ersten Wiederlektüre war schnell klar: immer noch nett zu lesen, aber „aus der Zeit gefallen“.

Aus der Zeit gefallen: Germanen-Betrachtungen in den Siebzigerjahren.

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Blick auf Wallander von außen

Ich erinnere mich, dass ich damals fast ein wenig verstört in der Buchhandlung gestanden habe, blätternd in Vor dem Frost von Henning Mankell. Natürlich war ich längst von der Wallander-Reihe gepackt – und natürlich habe ich das Buch gekauft. Das ist inzwischen fast 25 Jahre her. Bei der Wiederlektüre zeigt sich nun: Es war eine gute Entscheidung. Mit Vor dem Frost wagt Mankell ein Experiment, das die Reihe für mich auf überraschende Weise abrundet.

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Wie Wallander zu Wallander wurde

Eigentlich hatte ich mit Kurt Wallander bereits abgeschlossen. Nach dem letzten Roman war die Reihe von Henning Mankell für mich beendet, eine jener seltenen Leseerfahrungen, die lange nachwirken. Umso größer war die Überraschung, als ich in einer Buchhandlung Die Pyramide entdeckte. Natürlich kaufte ich das Buch sofort. Und rückblickend war das eine ausgezeichnete Entscheidung.

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Zurück am Deich

Manche Bücher lassen einen kalt – bis sie eines Tages zurückkehren. Der Schimmelreiter war für mich so ein Fall. Einst Schulstoff, später Aha-Erlebnis: Storms Erzählung über den Deichgrafen Hauke Haien entfaltet erst mit Abstand ihre Tiefe. Zwischen Fortschrittsdrang und Aberglauben, Liebe und Einsamkeit zeigt sie, wie schmal der Grat ist zwischen dem, was der Mensch will, und dem, was die Welt zulässt.

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Wallander gegen die digitale Bedrohung

Wenn ich heute den Begriff „Brandmauer“ höre, denke ich meist an die Abgrenzung politischer Parteien zur furchterregenden AfD. An die aber will ich gar nicht denken, jedenfalls nicht in meinen Mußestunden. Ich flüchte mich lieber in die Literatur, die mir ohnehin besser gefällt als der politische Zirkus. Für mich ist Die Brandmauer in erster Linie der achte Roman der Reihe um Kurt Wallander. Nach über zwanzig Jahren lese ich die Romane von Henning Mankell gerade zum zweiten Mal – und bin schon wieder komplett geflasht. Die Brandmauer habe ich mir diesmal allerdings als Hörbuch gegönnt, wobei es hier zwei maßgebliche Fassungen gibt. Aber dazu später mehr.

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