Sein zweites Wort nach „Mama“ war „Mahler“. Und sie wollte wissen, warum Dostojewski die langweiligen Bücher so lang geschrieben hatte und Der Spieler so kurz. Er ist Hannes, sie Polina. Er verliebt sich, sie vielleicht auch. Auf jeden Fall will er – das Kind – nur noch mit ihr zusammen sein. Doch Hannes Prager versteht nicht, als ihm seine Mutter erklärt, Polina werde nun eine Weile weg sein. Ist es wirklich, weil sie ihrer Mutter Güneş in Istanbul zur Hand gehen muss? Hannes wartet nicht lange, sondern versucht nur noch, sich an den Klang ihrer Stimme zu erinnern.
Melodie von Liebe und Sehnsucht weiterlesenAutor: Oliver
Erst Amore, dann Absturz
An mein erstes live erlebtes Konzert von Marco Wanda erinnere ich mich genau. Im Capitol in Hannover war das. Die Eintrittskarten stecken noch heute in der CD-Hülle von Amore. Dienstag, 1. Dezember 2015. Wir waren früh da, bekamen den Soundcheck mit, die Vorband – und dann sogar eine eigene Version von „Bologna“. Schließlich der Auftritt von Wanda, damals noch mit Christian Hummer am Schlagzeug, der 2022 starb.
Erst Amore, dann Absturz weiterlesenDer Wert des Wartens
Smartphone in Position gebracht, fotografiert, kurz kontrolliert – und vergessen. Dauerhaft bleibt da oft nichts. Tiefe auch nicht. Natürlich könnte ich genauso fotografieren wie alle anderen. Sogar weniger hektisch mit hingewischten Einstellungen. Kontrolliert ja keiner. Und trotzdem zieht es mich immer wieder zurück zu meiner alten Kamera und zum Film.
Der Wert des Wartens weiterlesenDer rabiate Gouverneur von Minden
Manchmal beginnt eine Geschichte ziemlich unspektakulär. In diesem Fall mit einer Liste von Jahrestagen. Solche Listen gehören zum journalistischen Alltag. Man schaut hinein, prüft Daten, streicht manches wieder durch. Vieles ist Routine. Doch hin und wieder bleibt ein Name hängen. In meinem Fall war es Christoph von Kannenberg. Vor 370 Jahren wurde er Gouverneur der Festungsstadt Minden.
Der rabiate Gouverneur von Minden weiterlesenVom Hype zum Bauchgeühl
Eigentlich wollte ich dem Hype folgen und mir ein Gravelbike zulegen. Der Gedanke gefiel mir: Rennrad trifft Mountainbike. Hoffentlich – so dachte ich – spielt das nahende Alter bei der Kaufentscheidung keine Rolle. Denn die Wahrheit ist: Beides wollte ich schon immer ausprobieren. Schnelle Trails. Schneller, flacher Asphalt. Vor zwei Jahren stand ich schon einmal vor einem Mountainbike – und habe dann gekniffen.
Vom Hype zum Bauchgeühl weiterlesen