Eine Gitarre, die gespielt werden will

Zuerst war ich skeptisch. Eine Hausmarke? Wahrscheinlich irgendwo in China produziert, klanglich eher in Richtung Sperrholz. Doch der Look hatte mich schon in der Thomann-App beeindruckt – was wiederum ein Alarmsignal sein könnte. Dann aber waren da diese Armauflagen zu sehen, die dazu beitragen sollen, dass sich das Instrument kleiner anfühlt und noch besser „im Arm“ liegt. Und der Preis (für Skeptiker möglicherweise ein No-Go) überzeugte meine Musikerseele schließlich endgültig.

Ein paar Klicks weiter, drei Werktage später, war das gute Stück da. Ich wurde Besitzer einer Harley Benton CLC-650SM-CE VS Solid Wood. Hier nun mein Test:

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Vom Hörnerhannes bis zur Einsamkeit

Die Sprache ist einfach, aber nie billig oder klischeehaft. Sie macht das Zugeschneite noch einmal auf eine Weise sichtbar, die den Lesenden neue Erkenntnisse bringt – oder längst Verschüttetes wieder an die Oberfläche holt. Unser Leben ist eine Reise mit viel zu viel Gepäck. Vieles braucht es gar nicht, wie Robert Seethaler in Ein ganzes Leben beschreibt. Manche Last aber bleibt, und man muss Wege finden, mit ihr umzugehen. Ich habe die Geschichte um Andreas Egger mit großem Vergnügen gelesen – und das Buch beschäftigt mich auch Monate später noch.

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Arkadien auf Zeit

Der Roman von Hanns-Josef Ortheil war ein Zufallsfund in einer Rintelner Buchhandlung. Dabei hatte ich nicht einmal den Klappentext von Rom, Villa Massimo gelesen, sondern – angespornt vom Titelfoto – gleich die erste der drei Vorgeschichten aufgeschlagen. Mit Peter Ka fühlte ich mich verbunden, obgleich fünfzehn Jahre jünger, trotz eines äußerlich völlig anderen Lebens.

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Ein Blick hinter die Mythen

Die Germanen interessieren mich quasi seit Urzeiten. Als ganz junger Mensch habe ich selbstverständlich den fast schon legendären Was ist was-Band von Hans Reichhardt verschlungen. Irgendwie war mir das mit vielen Zeichnungen bebilderte Buch später abhandengekommen, mir fiel es vor kurzem wieder in die Hände. Nach der ersten Wiederlektüre war schnell klar: immer noch nett zu lesen, aber „aus der Zeit gefallen“.

Aus der Zeit gefallen: Germanen-Betrachtungen in den Siebzigerjahren.

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Zurück am Deich

Manche Bücher lassen einen kalt – bis sie eines Tages zurückkehren. Der Schimmelreiter war für mich so ein Fall. Einst Schulstoff, später Aha-Erlebnis: Storms Erzählung über den Deichgrafen Hauke Haien entfaltet erst mit Abstand ihre Tiefe. Zwischen Fortschrittsdrang und Aberglauben, Liebe und Einsamkeit zeigt sie, wie schmal der Grat ist zwischen dem, was der Mensch will, und dem, was die Welt zulässt.

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