Obsessionen, die kein Zuhause kennen

Wie weit darf Obsession gehen – und ab wann ist sie keine Leidenschaft mehr, sondern eine Flucht vor der Entscheidung? T. C. Boyle stellt diese Frage in No Way Home mit unangenehmer Konsequenz. Sein Roman erzählt vom Drang, das eigene Leben ausgerechnet mit einem Menschen verbringen zu wollen, der objektiv nicht passt. Oder mit zweien. Oder mit einer Fantasiefigur, die Sicherheit und Rausch, Ordnung und Exzess zugleich verspricht.

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Zeitlos im Bücherregal

Manche Romane führen ein ungelesenes Dasein im Bücherregal – manchmal über viele Jahre. Zuweilen ist die Zeit einfach noch nicht reif. Jetzt war sie es für Die Straße der Ölsardinen, immerhin das Werk eines Nobelpreisträgers. Ich habe John Steinbecks Text als historischen Roman gelesen, der er streng genommen nicht ist.

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