Wenn ich mich bei der täglichen Zeitungsproduktion mit dem Layouter unterhalte, geht es oft um Zwischenzeilen – ein grafisches Mittel, um Seiten lesbarer und der berüchtigten Bleiwüste den Garaus zu machen. Ich mag aber nicht nur den geschaffenen Weißraum im Print, sondern auch die kleinen Botschaften, die man dort zusätzlich unterbringen kann und die die Lust aufs Weiterlesen fördern.
Das Wort Zwischenzeilen klingt für mich aber noch nach viel mehr: nämlich nach der Aufforderung, auch zwischen den Zeilen zu lesen. Dabei geht es hier nicht um meinen Beruf – denn ehrlich gesagt ist im faktenorientierten Journalismus auf der Textebene dafür eher weniger Platz –, sondern um meine Leidenschaft für die Literatur. Die finde ich besonders dann großartig, wenn sie mein Kopfkino anwirft. Und wenn ich in neue Welten reise, jenseits aller Zeitvorstellungen.
Ein wenig von diesem Zauber soll sich auf diesen Seiten widerspiegeln. Viel entspannter übrigens als im alltäglichen Nachrichtengeschäft. Hope you like it!
Ich liebe Lyrik
Literaturschaffende haben mir schon häufiger erzählt, dass es die Lyrik schwer hat. Ich glaube das. Dennoch erscheinen immer wieder lyrische Perlen – etwa von Jan Wagner, Marion Poschmann oder Nora Gomringer. Mit ihren Werken können und sollen sich die hier versammelten Texte nicht messen. Sie sind vielmehr das Ergebnis eigener literarischer Streifzüge: manchmal spontan notiert, manchmal lange überarbeitet, immer aber mit Freude an Sprache und Bildern entstanden.
Karaffenland – Gedichte über Sprache und Unausgesprochenes.
Im Regen – Zwischen flüchtiger Wahrnehmung und stiller Selbstbefragung. Einfache Texte mit Tiefe.
Blätterwerk – Poetisch, leicht, offen und ein wenig doppeldeutig.