Pentax ME Super – klein, elegant und bis heute eine große Kamera

Dass die Kamera aus den Achtzigerjahren stammt, erkennt man erst auf den zweiten Blick. Sie ist ausgesprochen handlich, fast klein im Gegensatz etwa zu den wuchtigen Praktica-Modellen dieser Epoche. Wo andere Kameras der damaligen Zeit schwer in der Hand liegen und fast schon mechanische Kompromisslosigkeit ausstrahlen, wirkt die Pentax ME Super wie ein leises Versprechen: Fotografie ohne Ballast, reduziert auf das Wesentliche, verpackt in zeitlose Eleganz.

Um zu verstehen, warum die ME Super so kompakt gebaut ist, muss man einen Blick auf die späten 1970er-Jahre werfen. Bis dahin waren Spiegelreflexkameras (SLRs) oft klobige, schwere Arbeitsgeräte – man denke nur an die legendäre, aber massive Pentax K1000. Doch der Markt verlangte nach Leichtigkeit.

Pentax ME Super – klein, elegant und bis heute eine große Kamera weiterlesen

Alte Kameras und der unfassbare Wert des Wartens

Smartphone in Position gebracht, fotografiert, kurz kontrolliert – und vergessen. Dauerhaft bleibt da oft nichts. Tiefe auch nicht. Natürlich könnte ich genauso fotografieren wie alle anderen. Kontrolliert ja keiner. Und trotzdem zieht es mich immer wieder zurück zu meiner alten Kamera und zum Film.

Die Antwort darauf habe ich irgendwann beim Modellbau gefunden. Wer schon einmal ein Miniaturflugzeug gebaut hat, weiß: Man bastelt nicht nur für das fertige Modell im Regal. Der eigentliche Wert liegt im Weg dorthin. Jedes winzige Bauteil, das entgratet, geklebt und lackiert wird, verändert den Blick auf das fertige Werk. Es entsteht eine Beziehung zu dem, was man am Ende in den Händen hält. Genauso empfinde ich inzwischen wieder das Fotografieren auf Film.

Alte Kameras und der unfassbare Wert des Wartens weiterlesen