Der Klang jenseits des Preisschilds

Sieht nicht nur gut aus, klingt auch so: die Harley Benton, die ich mir aus reiner Neugierde zugelegt habe.

Eine Hausmarke, ein überraschender Klang – und am Ende eine Gitarre, die bleiben darf.

Seit ein paar Wochen spiele ich eine Harley Benton. Und je länger ich sie spiele, desto unbequemer wird eine Frage: Warum geben wir für Gitarren mehrere tausend Euro aus? Für den Klang – oder für das Gefühl, etwas „Richtiges“ in der Hand zu halten?

Natürlich klingt Sperrholz anders als Mahagoni. Aber wo genau liegt der klangliche Unterschied zwischen 349 und 5.000 Euro – und wer hört ihn wirklich? Auf meiner Musik-Seite versuche ich eine Antwort.

Warum mich eine Harley Benton mehr überzeugt hat, als ich erwartet hätte – ein persönlicher Test aus Musikerperspektive.

Stimmsicher ist sie sowieso.

Die leise Präsenz der Caroline von Humboldt

Die Kupferstich-Darstellung Caroline von Humboldts an der Fassade des Herder-Gymnasiums in Minden – ein stilles Zeichen der Erinnerung im Alltag.

Und so könnte ich sie an fast jedem Morgen sehen. Denn an fast jedem Morgen komme ich mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit an ihrem Porträt vorbei – oder genauer: an der Kupferstich-Darstellung, die an der Klinkerwand des Herder-Gymnasiums angebracht ist. Gleich neben der des Namensgebers, der – so mögen es besonders schlaue Menschen bewerten – möglicherweise wichtiger gewesen sei. Die Rede ist von Caroline von Humboldt, einer ausgesprochen modernen Frau, die heute vor 260 Jahren in Minden geboren wurde.

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Ein Theater unter der Erde

Noch im Umbau, aber schon erahnbar: Das Theater im Glacis.

Die Zeit hatte das kleine Amphitheater zugeschüttet. Erst Luftaufnahmen legten nahe, dass es im Mindener Königsglacis einst Kulturveranstaltungen gegeben hat. Auch ein Gemälde von Hans Korth aus der Zeit um 1946 deutet darauf hin.

Nun will die Stadt diese ehemalige Spielstätte wiederbeleben – was ich grandios finde. Noch ist während der Sanierungsarbeiten wenig zu sehen. Und doch: Mit ein bisschen Fantasie ist das Theater zwischen gefallenen Baumriesen bereits wieder erkennbar. Ein Ort, der sich langsam wieder erinnert.

Zum Glück hatte ich beim Spaziergang die Kamera dabei.

Die Zeit hatte Spuren hinterlassen – aus der Luft wird das Amphitheater sichtbar.
Vor über 70 Jahren hat Hans Korth das Amphitheater gemalt.
Künftig wieder ein Ort für Kultur? Find ich gut.