Wenn der Hörnerhannes durchs Tal ginge

Es würde mich nicht wundern, wenn im Tal plötzlich der Hörnerhannes um die Ecke käme. Robert Seethalers skurrile Figur, jene geheimnisvolle Klammer in Ein ganzes Leben, würde erstaunlich gut in die Welt von Tommy Goertz passen. Beide Autoren erschaffen Landschaften, die weit mehr sind als Kulisse. Sie prägen die Menschen, bewahren Erinnerungen und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Manchmal spricht das Schweigen lauter als jedes geschriebene Wort.

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Auf der Suche nach dem weißen Licht

Literatur schenkt Erfahrungen. Im besten Fall sorgt sie für einen Rausch – ganz ohne die ungesunden Konsequenzen, die der Konsum realer Substanzen im echten Leben mit sich bringt. Tragisch ist dabei nur, dass ausgerechnet diejenigen, die uns diesen fiktiven Rausch ermöglichen, oft selbst unter einer künstlich heraufbeschworenen Bewusstseinserweiterung gelitten haben. Edgar Allan Poe und sein in Wein gelöstes Opium (Laudanum) ist ein Beispiel von vielen; Georg Trakl, der als Apotheker leichten Zugang zu Morphin hatte, ein anderes. Auch T. C. Boyle kennt sich aus eigener Erfahrung mit den Abgründen synthetischer Drogen aus. Genau deshalb geht ein Roman wie Das Licht so unglaublich in die Tiefe.

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