
Hier finden sich alle meine Buchbesprechungen, sortiert nach den Erscheinungsjahren. Auch diese Seite wird natürlich laufend aktualisiert.
Gegenwartsliteratur
- T.C. Boyle – No Way Home (2025)
Ein Roman über Obsessionen, die keine Heimat finden – und über Menschen, die sich selbst nicht entkommen. - Takis Würger – Für Polina (2025)
Eine Liebesgeschichte als Suchbewegung – leise, verletzlich und doch entschlossen. - Karl Banghard – Die wahre Geschichte der Germanen (2025)
Eine nüchterne Abrechnung mit Mythen – und ein Plädoyer gegen ideologische Frühgeschichte. - Michael Lentz – Herbert Grönemeyer (2024)
Künstlerbiografie als Zeitdiagnose – zwischen Pathos, Pop und politischem Ton. - Ralf Georg Czapla – Eure Sprache ist auch meine (2023)
Wolfskehl neu gelesen: Exil, Identität und die Frage, wem Sprache gehört. - Guy Stern – Wir sind nur noch wenige (2022)
Erinnerung als Vermächtnis – das Jahrhundert erzählt von einem seiner letzten Zeugen. - Monika Helfer – Die Bagage (2020)
Ein Dorf, eine Familie, ein Gerücht – und die Macht des Schweigens. - Ingo Schulze – Die rechtschaffenen Mörder (2020)
Wie ein Büchermensch ins Ideologische kippt – und was das über unsere Zeit verrät. - Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse (2020)
Naturidylle als Projektionsfläche – zwischen Einsamkeit, Krimi und Kitschverdacht. - Jörg-Uwe Albig – Zornfried (2019)
Satire als Gegenwehr – schlechte Gedichte gegen schlechte Ideologien. - Eva Schmidt – Die untalentierte Lügnerin (2019)
Stillstand als Lebensform – und das Scheitern an den eigenen Möglichkeiten. - T.C. Boyle – Das Licht (2019)
Drogen, Größenwahn und Bewusstseinserweiterung – der amerikanische Traum im LSD-Rausch. - Bernhard Schlink – Olga (2018)
Ein schmales Buch über große Fragen: Schuld, Größe und das deutsche 20. Jahrhundert. - Daniel Kehlmann – Tyll (2017)
Der Gaukler als Chronist des Dreißigjährigen Kriegs – Geschichte im Kunststück. - T.C. Boyle – Die Terranauten (2017)
Ein geschlossenes System, das an den Menschen scheitert – Science-Fiction als Gegenwartsanalyse. - Julian Barnes – Der Lärm der Zeit (2017)
Schostakowitsch zwischen Anpassung und Angst – Kunst im Schatten der Macht. - Paulo Coelho – Die Spionin (2016)
Mata Hari als Projektionsfigur – zwischen Selbstinszenierung und männlichem Urteil. - Wolfgang Beck – Die Merseburger Zaubersprüche (2015)
Ein Blick in die früheste deutsche Sprachwelt – zwischen Heidenglaube und Schriftwerdung. - Hanns Josef Ortheil – Rom, Villa Massimo (2015)
Schreiben als Exil auf Zeit – und Rom als Resonanzraum der Kunst. - Rüdiger Safranski – Das Kunstwerk des Lebens (2013)
Goethe als Selbstinszenierung – und als Meister der Lebensform. - Alex Capus – Eine Frage der Zeit (2007)
Kolonialabenteuer ohne Heldenpathos – Geschichte zwischen Dschungel und Desillusion. - Robert Harris – Pompeji (2003)
Technik, Macht und Naturgewalt – ein Katastrophenroman mit historischem Puls. - Gabriel García Márquez – Die Liebe in den Zeiten der Cholera (1985)
Geduld als Liebesstrategie – und Zeit als eigentliche Hauptfigur.
Literatur des 20. Jahrhunderts
- Erich Kästner – Münchhausen (1951)
Der Lügenbaron als Aufklärer – Fantasie gegen die Trümmerwirklichkeit. - John Steinbeck – Die Straße der Ölsardinen (1945)
Außenseiter, Alltag und Würde – ein liebevoller Blick auf die Ränder der Gesellschaft. - Alfred Döblin – 1918. Eine deutsche Revolution (1939)
Revolution als Zerrissprobe – Politik, Idealismus und verlorene Hoffnungen.
Klassiker der Neuzeit
- H.G. Wells – Die Zeitmaschine (1895)
Fortschritt als Illusion – Zukunftsreise in eine gespaltene Menschheit. - Theodor Storm – Der Schimmelreiter (1888)
Rationalität gegen Aberglauben – und ein Deichgraf gegen Meer und Dorf. - Wilhelm Busch – Max und Moritz (1865)
Komik mit Grausamkeit – Moral in sieben bösen Streichen. - Johann Nestroy – Der böse Geist Lumpazivagabundus (1833)
Volkstheater als Gesellschaftssatire – Glückssuche im Wiener Vormärz. - E.T.A. Hoffmann – Der goldne Topf (1819)
Bürgerliche Welt gegen Poesie – Fantastik als Widerstand. - Johann Wolfgang Goethe – Hermann und Dorothea (1797)
Fluchtbewegung im Hexameter – Humanität im Gewand des Idylls. - Johann Wolfgang Goethe – Die Leiden des jungen Werther (1774)
Gefühl als Absolutheitsanspruch – und der Preis radikaler Empfindsamkeit.
Ältere Literatur
- Burkart von Hohenfels – Codex Manesse (um 1340)
Minnesang als Standesbewusstsein – Liebe zwischen Ideal und höfischer Ordnung.