Robert Seethaler erzählt die stille Geschichte von Andreas Egger – von harter Arbeit, Einsamkeit und kleinen Glücksmomenten. Eingebettet zwischen der rätselhaften Figur des Hörnerhannes und der Ruhe des eigenen Endes entfaltet sich ein Leben, das schlicht wirkt und doch voller Tiefe ist.

Die Sprache ist einfach, aber nie billig oder klischeehaft. Sie macht das Zugeschneite noch einmal auf eine Weise sichtbar, die den Lesenden neue Erkenntnisse bringt – oder längst Verschüttetes wieder an die Oberfläche holt. Unser Leben ist eine Reise mit viel zu viel Gepäck. Vieles braucht es gar nicht, wie Robert Seethaler in Ein ganzes Leben beschreibt. Manche Last aber bleibt, und man muss Wege finden, mit ihr umzugehen. Ich habe die Geschichte um Andreas Egger mit großem Vergnügen gelesen – und das Buch beschäftigt mich auch Monate später noch.

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