Schreiben und Lesen – das bedeutet mir sehr viel. Und ich sage, wie es ist: Literatur gehört für mich zum Leben dazu. Ein Sein ohne Bücher, ohne Texte – einfach unvorstellbar. Genau deshalb gehe ich auf dieser Seite literarischen Wegen nach, die mich teils schon seit Jahrzehnten interessieren. Ich schreibe aber auch aktuell über Bücher, über Themen und über alles, was zwischen echten und digitalen Buchdeckeln steckt.
Gelesenes
Filmriss auf dem Immenhof: Nach der Reihe Achtsam Morden, die ich bei Netflix gesehen hatte, habe ich mir den neuen Karsten Dusse als Buch gegönnt. Auch wenn ich den Immenhof nur vom Hörensagen kenne.
Ein Sommer mit Goethe: Johann Wolfgang von Goethe, der alte Geheimrat aus Weimar: Aus dem Studium hatte ich eher das Bild des makellosen Monuments vor Augen: die Ausgabe letzter Hand, das Streben nach dem Guten, Wahren und Schönen. Was bleibt, muss perfekt sein – so jedenfalls der verbreitete Eindruck. Gustav Seibt bringt ihn mir in seinem Sommerkurs wieder näher.
Dass es uns überhaupt gegeben hat: 2015 hatte ich die Band um Marco Wanda zum ersten Mal live gehört. Heute weiß ich, wei es den Jungs damals und später ergangen ist. Manchmal ein Wunder, dass sie noch unter uns weilen.
Blue Skies: Ich mag ihn, diesen T. C. Boyle: Hier schreibt er über das schleichende Ende der Welt. Alles im Lot, könnte man meinen.
Das Licht: T.C. Boyle inszeniert Timothy Leary fast wie eine göttliche Inkarnation, wenn er zu monotoner indischer Musik von der oberen Etage herabsteigt.
Rauch und Schall: Das monumentale Ego eines gewissen Johann Wolfgang von Goethe ist blockiert – bis ein junger, mittelloser Regionalschriftsteller die Bühne betritt. Und alles rettet. Ein köstlicher Roman von Charles Lewinsky.
Die Bagage: Wer Monika Helfer liest, merkt schnell, dass ihre Kunst ohne metaphysischen Ballast auskommt. Unvergesslich bleibt die Melodie ihrer Sprache in ihrem wunderbaren Berg- und Familienroman – mit diesem unverstellten, unmittelbaren Erzählton, der so nah an den Menschen ist.
Die Terranauten: Wie lebt es sich unter deiner Glasglocke? Im Ernst: T. C. Boyle schreibt über ein außergewöhnliches Experiment, das scheitern muss. Hier kommen die Terranauten.
Eine Frage der Zeit: Besonders faszinierend am Roman von Alex Capus ist die heimliche Hauptfigur Goetzen, noch heute als Liemba über den Tanganjikasee schippert. Sie ist ein schwimmendes Denkmal dafür, dass die koloniale Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinreicht.
Der Name der Rose: Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, ist mir noch einmal klar geworden, warum ich Anfang der 2000-er den Plan hatte, mal ein paar Wochen ins Kloster zu gehen. Hab ich nie gemacht, aber der Klosterkrimi von Umberto Eco ist und bleibt mein Lieblingsroman.

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Entdeckungen und Recherchen
Auch das gehört für mich zu den literarischen Wegen: Beiträge, die sich nicht unbedingt um einzelne Werke, aber um Autoren, Ideen, Geschichten und Geschichte drehen. Dabei fing es durchaus magisch an.
Gemeißelte Botschaften: Runen werden gern mit Esotherik verbunden: Magie als Lebenshilfe. Ehrlich gesagt: Ich weiß nicht, ob das funktioniert, aber die Beschäftigung mit den frühen Schriftzeichen ist schon spannend.
Das Wort im Anfang: Frühe Literatur wir die Merseburger Zaubersprüche begeistern mich schon seit der Schulzeit. Hier meine persönliche Spurensuche zwischen Odin und Altar.
Caroline von Humboldt: Vor zehn Jahren hat die Redaktion, in der ich arbeite, ihr eine ganze Zeitungsseite gewidmet. Heute will ich wenigstens in meinem Blog an die berühmte Mindenerin erinnern. Ja, du hast richtig gelesen: eine Mindenerin.
Lachen, immer wieder lachen: Johann Nepomuk Nestroy habe ich durch meinen aus Österreich stammenden Germanistik-Professor kennengelernt. Ich war ziemlich beeindruckt vom „wienerischen Shakespeare“. Und bin es noch.