Singsang in der alten Heimat

Life ist life…

Das war ja dann mal ein richtig toller Auftritt. Gemeinsam mit Ako Patz habe ich beim Kulturfrühstück in der Kulturfabrik Vlotho gespielt. Allesamt Klassiker, denen wir unseren eigenen Stempel aufgedrückt haben. Dass die Veranstaltung schon vorab ausverkauft war, hat mich beeindruckt – zumal wir schon länger nicht mehr in Vlotho gespielt hatten, zuletzt eher im Nachbarkreis Minden-Lübbecke, heute ja mein Zuhause. Ich freue mich, dass es jetzt schon wieder einen neuen Termin in meiner alten Heimatstadt gibt: am Donnerstag, 18. Juni, ab 19 Uhr wieder in der Kulturfabrik. Die Veranstaltung heißt „Kleiner Freitag“ und soll schon einmal auf das unmittelbar folgende Wochenende einstimmen. 😊

Der Klang jenseits des Preisschilds

Sieht nicht nur gut aus, klingt auch so: die Harley Benton, die ich mir aus reiner Neugierde zugelegt habe.

Eine Hausmarke, ein überraschender Klang – und am Ende eine Gitarre, die bleiben darf.

Seit ein paar Wochen spiele ich eine Harley Benton. Und je länger ich sie spiele, desto unbequemer wird eine Frage: Warum geben wir für Gitarren mehrere tausend Euro aus? Für den Klang – oder für das Gefühl, etwas „Richtiges“ in der Hand zu halten?

Natürlich klingt Sperrholz anders als Mahagoni. Aber wo genau liegt der klangliche Unterschied zwischen 349 und 5.000 Euro – und wer hört ihn wirklich? Auf meiner Musik-Seite versuche ich eine Antwort.

Warum mich eine Harley Benton mehr überzeugt hat, als ich erwartet hätte – ein persönlicher Test aus Musikerperspektive.

Stimmsicher ist sie sowieso.

Ein Theater unter der Erde

Noch im Umbau, aber schon erahnbar: Das Theater im Glacis.

Die Zeit hatte das kleine Amphitheater zugeschüttet. Erst Luftaufnahmen legten nahe, dass es im Mindener Königsglacis einst Kulturveranstaltungen gegeben hat. Auch ein Gemälde von Hans Korth aus der Zeit um 1946 deutet darauf hin.

Nun will die Stadt diese ehemalige Spielstätte wiederbeleben – was ich grandios finde. Noch ist während der Sanierungsarbeiten wenig zu sehen. Und doch: Mit ein bisschen Fantasie ist das Theater zwischen gefallenen Baumriesen bereits wieder erkennbar. Ein Ort, der sich langsam wieder erinnert.

Zum Glück hatte ich beim Spaziergang die Kamera dabei.

Die Zeit hatte Spuren hinterlassen – aus der Luft wird das Amphitheater sichtbar.
Vor über 70 Jahren hat Hans Korth das Amphitheater gemalt.
Künftig wieder ein Ort für Kultur? Find ich gut.

Zwischen Mauern und Worten — Konrad Hojer im Kloster Möllenbeck

Für mich war es eine kleine Überraschung zu entdecken, dass diese Mauern nicht nur von Stein, sondern auch von Sprache geprägt sind. Und von Blumen.

Eigentlich habe ich seit Jahren die Angewohnheit, bei von mir besuchten Orten nach literarischen Bezügen Ausschau zu halten. Haben dichtende Menschen hier ihre Spuren hinterlassen? Beim Kloster Möllenbeck in Rinteln, das ich schon seit frühen Schulzeiten wegen des dortigen Jugendgästehauses kenne, bin ich allerdings erst jetzt darauf gekommen. Dass es hier einen Subprior namens Konrad Hojer gab, der sich anno 1611 (so lange ist das her!) sogar mit einer Dichterkrone schmücken durfte, ist vollends an mir vorbeigegangen. Na ja – und bei der eigenen Hochzeit, die ich vor jetzt neun Jahren in der angrenzenden Kloster-Gastronomie gefeiert habe, hatte ich noch anderes im Sinn.

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